REGIONALE SCHULENTWICKLUNGSTAGE 2005
(ReSET 2005)
(ReSET 2005)
Im Zusammenhang mit der Freigabe von 60 erprobten MODUS21-Maßnahmen sowie einer flächendeckenden Einführung der externen Evaluation von Schulen wurden im laufenden Schuljahr 2005/06 in Niederbayern drei regionale Schulentwicklungstage abgehalten:
Die Veranstaltungen gelten als Fortbildungstagungen im Sinne der KMBek vom 09.08.2002 Nr. III/7-P4100-6/51011.
Die Teilnahme eines Kollegiums kann als Pädagogischer Tag gewertet werden.
Über 700 Lehrkräfte aus allen Schularten informierten sich am 15.10.2005 an der FH Landshut über Inhalte und Ziele einer externen Evaluation von Schulen sowie über MODUS21.
Eingerahmt von den beiden Referenten, Herrn Prof. Dr. G. Waschler, MdL (links) und Herrn IR J. Schätz (rechts) erhält die Hausherrin, Frau Vizepräsidentin Prof. Dr. Messerer, vom Organisationsteam für die großzügige Bereitstellung der Räumlichkeiten an der FH Landshut einen Blumenstrauß.
Im Mittelpunkt bayerischer Bildungspolitik stehe der Schüler, so der Vorsitzende des bildungspolitischen Ausschusses im bayerischen Landtag, Herr Prof. Dr. G. Waschler,in seinem Grundsatzreferat.
Was brauchen die Schüler für ihren späteren Lebensweg?
Vielleicht ist tatsächlich das eine oder andere aus dem Lehrplan entbehrlich, vielleicht sollte aber auch noch stärker zwischen verpflichtenden und fakultativen Lerninhalten unterschieden werden.
MODUS21 war ein richtiger Schritt auf dem Weg einer Schule in eine größere Selbstständigkeit. Von den 44 Modus-Schulen wurden 30 Maßnahmen erarbeitet, die bereits im laufenden Schuljahr 2005/06 von allen bayerischen Schulen umgesetzt werden können.
Vor der Anwendung einer Modus-Maßnahme sollte sich eine Schule über folgendes im Klaren sein:
1. Ist unsere Schule den delegierten Aufgaben gewachsen ?
2. Sind unsere Lehrkräfte für diese Herausforderung genügend ausgebildet
oder muss fortgebildet werden ?
3. Ist unsere gesamte Schulfamilie auf solche Neuerungen vorbereitet ?
Für IR J. Schätz von der Qualitätsagentur dient Evaluation der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Freilich ist es nicht so, dass Evaluation diese Wirkung automatisch zeigt, vielmehr ist sie ein wesentliches Element der Steuerung von Systemen. In erster Linie geht es um die Selbstkontrolle der einzelnen Schule und um eine Rückmeldung an eine Qualitätsagentur. Dabei wird die Schule unter der Frage beurteilt, ob ihre Arbeit und das von ihr Erreichte mit den eigenen Absichten, Vorhaben und Plänen übereinstimmen.
Vier Bereiche von Schulqualität leiten die externe Evaluation vor Ort:
Rahmenbedingungen - Prozessqualität Schule - Prozessqualitäten Unterricht und Erziehung - Ergebnisse
Ein Evaluationsteam wird dabei mit allen am Schulleben beteiligten Gruppen reden, einen Gebäuderundgang vornehmen und Unterrichtsbesuche durchführen. Allerdings dient eine Evaluation nicht der Beurteilung von Personen, sondern der Analyse von Bedingungen und der Bewertung von Arbeitsprozessen und Ergebnissen. Sie gibt allen Beteiligten Sicherheit, weil ihre Arbeit nach sachlich gesicherten Kriterien, unter Berücksichtigung der spezifischen Bedingungen der Schule, analysiert wird. So erhält jeder Aufschluss über die Wirksamkeit getroffener Maßnahmen. Evaluation hilft mit Schwerpunkte und Prioritäten in der Arbeit zu setzen und trägt durch verbindliche Vereinbarungen zur Qualitätsverbesserung bei. Für den Fall, dass eine Schule die gesetzten Standards nicht erreicht, ist sie in geeigneter Weise zu unterstützen.
Vier Bereiche von Schulqualität leiten die externe Evaluation vor Ort:
Rahmenbedingungen - Prozessqualität Schule - Prozessqualitäten Unterricht und Erziehung - Ergebnisse
Ein Evaluationsteam wird dabei mit allen am Schulleben beteiligten Gruppen reden, einen Gebäuderundgang vornehmen und Unterrichtsbesuche durchführen. Allerdings dient eine Evaluation nicht der Beurteilung von Personen, sondern der Analyse von Bedingungen und der Bewertung von Arbeitsprozessen und Ergebnissen. Sie gibt allen Beteiligten Sicherheit, weil ihre Arbeit nach sachlich gesicherten Kriterien, unter Berücksichtigung der spezifischen Bedingungen der Schule, analysiert wird. So erhält jeder Aufschluss über die Wirksamkeit getroffener Maßnahmen. Evaluation hilft mit Schwerpunkte und Prioritäten in der Arbeit zu setzen und trägt durch verbindliche Vereinbarungen zur Qualitätsverbesserung bei. Für den Fall, dass eine Schule die gesetzten Standards nicht erreicht, ist sie in geeigneter Weise zu unterstützen.
MB K. Drauschke bei der Vorstellung des Evaluationsteams
Frau OStRin A. Carl und Herr OStD G. Wagner vom ASG Passau bei der Präsentation von MODUS21
Am 12.11.2005 referierte Herr Staatsminister Siegfried Schneider vor 1700 Lehrerinnen und Lehrern in der vollbesetzten Josef-von-Fraunhofer-Halle in Straubing über das Thema: externe Schulevaluation.
Zuerst bedankte sich der Minister bei allen Teilnehmern für das hervorragende Abschneiden Bayerns bei Pisa 2. Im Hinblick auf die nächste Pisarunde 2006 sei für ihn die größte Herausforderung das einmal erreichte Niveau zu halten. Dazu gehöre auch, dass die eigene Arbeit stets kritisch hinterfragt werden muss.
MODUS21 war ein richtiger Schritt, um die Qualität von Unterricht und Erziehung zu stärken. 30 positiv bewertete Maßnahmen können bereits umgesetzt werden. 30 weitere Maßnahmen werden noch im Dezember folgen.
Bildungspolitisch gesehen verfolge Bayern dabei konsequent den Weg die Schulen in eine größere Selbständigkeit zu führen. Andererseits fordere man zur Sicherung eines gleichmäßig hohen Qualitätsniveaus ab diesem Schuljahr 2005/06 in ganz Bayern von den Schulen Rechenschaft in Form einer externen Evaluation. Eine solche Evaluation soll für die Schulen keine Belastung darstellen, sondern sie weiterentwickeln und ihnen Chancen und Möglichkeiten aufzeigen. Die örtlichen Rahmenbedingungen werden ausdrücklich berücksichtigt.
Als zentrale Prinzipien einer externen Evaluation gelten dabei:
1. Schulisches Gesamtbild
2. Durchführung auf Augenhöhe
3. Niemand wird bloßgestellt
4. Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln
Für den Fall, dass die Schule die gesetzten Standards nicht erreicht, ist sie in geeigneter Weise zu unterstützen.
Aus der Veranstaltung:
Zuerst bedankte sich der Minister bei allen Teilnehmern für das hervorragende Abschneiden Bayerns bei Pisa 2. Im Hinblick auf die nächste Pisarunde 2006 sei für ihn die größte Herausforderung das einmal erreichte Niveau zu halten. Dazu gehöre auch, dass die eigene Arbeit stets kritisch hinterfragt werden muss.
MODUS21 war ein richtiger Schritt, um die Qualität von Unterricht und Erziehung zu stärken. 30 positiv bewertete Maßnahmen können bereits umgesetzt werden. 30 weitere Maßnahmen werden noch im Dezember folgen.
Bildungspolitisch gesehen verfolge Bayern dabei konsequent den Weg die Schulen in eine größere Selbständigkeit zu führen. Andererseits fordere man zur Sicherung eines gleichmäßig hohen Qualitätsniveaus ab diesem Schuljahr 2005/06 in ganz Bayern von den Schulen Rechenschaft in Form einer externen Evaluation. Eine solche Evaluation soll für die Schulen keine Belastung darstellen, sondern sie weiterentwickeln und ihnen Chancen und Möglichkeiten aufzeigen. Die örtlichen Rahmenbedingungen werden ausdrücklich berücksichtigt.
Als zentrale Prinzipien einer externen Evaluation gelten dabei:
1. Schulisches Gesamtbild
2. Durchführung auf Augenhöhe
3. Niemand wird bloßgestellt
4. Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln
Für den Fall, dass die Schule die gesetzten Standards nicht erreicht, ist sie in geeigneter Weise zu unterstützen.
Aus der Veranstaltung:
Musikalische Umrahmung durch die Bigband des Anton-Bruckner-Gymnasiums Straubing
von rechts: Regierungsvizepräsidentin M. Weinl, Staatsminister S. Schneider, Abteilungsleiter K. Neudert, Ministerialbeauftragter K. Drauschke
StR C. Müller bei der Vorstellung des Evaluationsteams
Frau Dr. Priemuth vom bbw stellte Teamentwicklungsprozesse vor
Am 21.01.2006 fand in der mit über 400 Lehrkräften vollbesetzten Aula der Staatlichen Berufsschule II in Passau der 6. regionale Schulentwicklungstag diesmal zum Thema "MODUS21 und Evaluation" statt.
von links: SchAD A. Wolfer, IR J. Schätz, M.Florian (Bildungspakt Bayern), Prof. Dr. G. Waschler (MdL) und OStD E. Weiser
Wie viel Selbstständigkeit einerseits und wie viel Vorgaben andererseits braucht eine Schule um langsfristig die Schulqualität zu verbessern?
Um diese Frage zu beantworten, wurde vom Bay. Kultusministerium und der Stiftung Bildungspakt Bayern mit dem Schuljahr 2002/03 das Projekt MODUS21 gestartet. 44 Pilotschulen, darunter 20 Gymnasien, erproben seitdem welche neuen Gestaltungsmöglichkeiten sich in den vier grob umrissenen Arbeitsfeldern: 1. Qualität von Unterricht und Erziehung, 2. Personalmanagement und Personalführung, 3. Inner- und außerschulische Partnerschaften und 4. Sachmittelverantwortung ergeben.
Als Halbzeit-Bilanz wurden inzwischen 60 erprobte und als positiv bewertete Maßnahmen für alle Schulen freigegeben. Rechtssicherheit bei der Anwendung gewährleisten KMBek und Schulordnung.
So können beispielsweise die Schulen im Bereich der Leistungserhebung wesentlich flexibler arbeiten: Eine Lehrkraft kann selber darüber entscheiden, ob sie eine schriftliche oder eine mündliche Prüfung vornimmt. Oder: Statt Schulaufgaben können im Turnus von sechs Wochen angesagte "Tests" stattfinden. Dadurch wird ein geichbleibend hohes Leistungsniveau gewährleistet; gleichzeitig gibt es weniger Prüfungsangst.
Der wissenschaftliche Leiter dieses Projekts, Herr Prof. Dr. E. Liebau von der Universität Erlangen-Nürnberg legte dazu folgende Evaluationsergebnisse vor:
* Verstärkung der Kommunikationsintensität und Teamentwicklung in den
Kollegien
* Positive Veränderung der Einstellung der Schüler zum Unterricht
* Kritische Reflexion der Lehrerarbeit führt zur Effizienzsteigerung und
kann Ressourcen freisetzen, die zur individuellen Förderung einzelner
Schüler verwendet werden
* Verstärkung außerschulischer Arbeit
* Verbesserung des Schulklimas
* Systematische Verbesserung der Platzierung in den Jahrgangsstufentests
bei fast allen Schulen
* Steigerung der Berufszufriedenheit der Lehrkräfte
MODUS21, davon ist der Vorsitzende des bildungspolitischen Ausschusses im bayerischen Landtag, Herr Prof. Dr. G. Waschler, überzeugt,ziele in die richtige Richtung, hin zu einer guten Schule, in der es eine klare Konzeption der pädagogischen Leitideen gibt, effiziente Strukturen, hohe Erwartungen, eine sichere und ordentliche Umwelt, bestmögliche Zeitnutzung sowie eine häufige Beobachtung des Lernfortschrittes der Schüler.
Aus der Veranstaltung:
Frau OStRin A. Carl und Herr OStD G. Wagner bei der Vorstellung des Projekts "Mit A llen S innen G enießen".
Podiumsdiskussion zum Thema "Evaluation"
von links: OStR A. Freier (Sprecher Evaluationsteam), J. Schätz (Qualitätsagentur), W. Fruhsdorfer (Regierung von Ndb), A. Wolfer (Moderator), B. Hockun (Lindner-Institut) und OStD H.-P. Meidinger (bpv)
W. Kohl
Schulentwicklungskoordinator