Regionaler Schulentwicklungstag 2009
Der 8. Regionale Schulentwicklungstag fand am 07. März 2009 von 9.30 - 15.00 Uhr an der Hochschule Deggendorf statt.
Individuelle Förderung im Schulalltag erfolgreich gestalten
Das Interesse von Lehrkräften aller Schularten am Regionalen Schulentwicklungstag (ReSET) ist in Niederbayern nach wie vor ungebrochen. Über 1600 Teilnehmer besuchten diesmal die Fortbildungsveranstaltung, die mit einem Vortrag von Frau Dr. Eva Troßbach-Neuner begann. Am Nachmittag konnten sich die Lehrkräfte in 34 Infoshops über Möglichkeiten einer erfolgreichen individuellen Förderung von Schülern im Schulalltag informieren.
Aus dem Impulsreferat von Frau Dr. E. Troßbach-Neuner:
Homogenität - Heterogenität
Das Schulsystem kennt eine Reihe von Maßnahmen (z.B. Wiederholung), um in den Klassen Homogenität in der Leistung zu erreichen. Vorhandene Homogenität legt aber nahe, dass sich die Lehrkraft am Durchschnittsschüler orientiert und ein Lernen im Gleichschritt praktiziert.
Individuelle Förderung oder individuelles Lernen fördern
Weichen die Lernergebnisse deutlich von der Norm ab, so ist eine Neuorientierung von Lehrkraft und Schüler unumgänglich. Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen dann nicht weiter. Jeder Neuanfang sollte mit einer Erweiterung der Methodenkompetenz von Lehrkraft und Schüler verbunden werden.
Stolpersteine
Als für notwendig erachtet wird eine Dokumentation individueller Lernprozesse von Schülern. Leider sind die dazu vorhandenen Materialien oft zu komplex und außerdem sehr zeitaufwändig.
Wo ansetzen und wie ?
Es ist eine Illusion zu glauben, dass umfassende Lernstandsdiagramme für alle Schüler angelegt werden können. Genauso eine Illusion ist es, ein darauf abgestimmtes Lernangebot zu erstellen.
Eine Lehrkraft kann kognitive, motivationale und emotionale Lernvoraussetzungen bieten und die Fähigkeiten sowie das Potenzial der Schüler berücksichtigen. Durch systematische Beobachtungen, Analyse der Schülerarbeiten, Päd. Konferenzen und Fallbesprechungen können Stärken und Schwächen der Schüler analysiert und damit erkannt werden.
Eine Lehrkraft kann kognitive, motivationale und emotionale Lernvoraussetzungen bieten und die Fähigkeiten sowie das Potenzial der Schüler berücksichtigen. Durch systematische Beobachtungen, Analyse der Schülerarbeiten, Päd. Konferenzen und Fallbesprechungen können Stärken und Schwächen der Schüler analysiert und damit erkannt werden.
Individuelles Lernen fördern
Schüler brauchen das Eingebundensein, daneben ein gelebtes und reflektiertes Miteinander um effizienter lernen zu können. Lernstrategien ermöglichen ihnen das Erbringen der gewünschten Leistung. Durch eine differenzierte Aufgabengestaltung erhält der Schüler verschiedene Zugänge zum Lernen. Eine transparente Ziel- und Leistungserwartung verleiht ihm Sicherheit. Die Lehrkraft wird zum Lernbegleiter, der Schüler zum Multiplikator von Wünschen und zur Motivation für andere Schüler. Erprobte Praxisbeispiele findet man hier.
Davor ist danach: Reflexion und Feedback
- Kommen die Schüler mit den unterschiedlichen Arbeits- und Sozialformen zurecht?
- Wie bekommen (haben) die Schüler notwendige Hilfen?
- Ist ausreichend Gelegenheit vorhanden, um über Arbeitsverläufe zu sprechen?
- Werden die Arbeiten nach sachlichen Kriterien gewürdigt?
- Können die Leistungen vom Schüler selbst gewürdigt werden?
- Können die Schüler besprechen, was den absolvierten Lernzyklus erfolgreich gemacht hat?
- Wie bekommen (haben) die Schüler notwendige Hilfen?
- Ist ausreichend Gelegenheit vorhanden, um über Arbeitsverläufe zu sprechen?
- Werden die Arbeiten nach sachlichen Kriterien gewürdigt?
- Können die Leistungen vom Schüler selbst gewürdigt werden?
- Können die Schüler besprechen, was den absolvierten Lernzyklus erfolgreich gemacht hat?
Würdigung der Leistung
Als Zeichen einer guten Lehrkraft wird gewertet, wenn sie die Leistung eines Schülers wahrnimmt, würdigt und ihm neue Lernwege eröffnet.
Aus dem 8. Regionalen Schulentwicklungstag:
Die Hostessen vor dem ReSET Symbol
von links: Herr Dr. Marco Hunger (Bildungspakt Bayern), Herr Dr. Heyder (MB-FOS/BOS), Herr Michael Wagner (MB-RS), Herr Klaus Drauschke (MB-Gym) mit Begleitung und Frau Dr. Eva Troßbach-Neuner (Referentin)
Infoshop I: Hochbegabung - finden und fördern
Frau OStRin Isabell O'Connor, stv. Leiterin der staatlichen Schulberatungsstelle Niederbayern
Infoshop II: Internetfernsehen - ein Projekt des Gymnasiums Landau mit der Hochschule Deggendorf
von links: Herr Schott, Frau Manz, Herr StR Huber (alle Gymnasium Landau), Herr Prof. Jürgens und Herr Krajewski (beide Hochschule Deggendorf)
Wilfried Kohl
Schulentwicklungskoordinator