Misstrauen abbauen - Vertrauen aufbauen
Lehrkräfte arbeiten im Team
Lehrkräfte arbeiten im Team
Am 11.07.2005 sprach der neue Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport, Herr Prof. Dr. Gerhard Waschler, MdL, vor über 40 Lehrkräften im Fürstensaal von Kloster Banz über aktuelle Themen bayerischer Bildungspolitik.
Das zentrale Element der bildungspolitischen Reformaktivitäten war sicher die Einführung des achtjährigen Gymnasiums, das in Kürze ein Jahr alt wird. Mit dem G8 wird eine qualitative Verbesserung der gymnasialen Ausbildung angestrebt. Gleichzeitig werden den Schulen mehr Gestaltungsfreiheiten eingeräumt. Die von den MODUS21-Schulen erprobten Maßnahmen können ab dem Schuljahr 2005/06 an allen Schulen umgesetzt werden. Freiheiten in den Stundentafeln, Verstärkung moderner unterrichtsmethodischer Ansätze, individuellere Förderung von Schülern, usw., die Liste der Möglichkeiten ist vielfältig. Diese Freiräume zu nutzen bedeutet, dass die Lehrkräfte übereinkommen, was für ihre Schule machbar ist. Nur durch Teamarbeit wird sich die Qualität steigern lassen und werden letztlich Synergieen erzeugt, die auch eine Entlastung bei der Lehrkraft spürbar werden lassen. Mehr Freiheit vor Ort bedeutet aber auch eine größere Verantwortung. Evaluation soll dabei helfen herauszufinden, wo eine Schule steht, wo die Lehrkräfte im Unterricht stehen und ob insgesamt der Weg stimmt. Es ist angedacht, jede Schule alle fünf Jahre zweitägig extern zu evaluieren. Dabei werden die zu evaluierenden Schulen per Losverfahren ermittelt. Start der externen Evaluation wird das kommende Schuljahr 2005/06 sein.
Klaus Drauschke, MB, Edmund Speiseder, Seminarleiter und Gerhard Waschler, MdL
Gesprächsrunde im Fürstensaal von Kloster Banz
Auch im 9. Lehrerseminar vom 13.-15.02.2006 war Herr Prof. Dr. G. Waschler, MdL, Gast beim traditionellen Kamingespräch.
Der Vorsitzende des Arbeitskreises für Bildung, Jugend und Sport der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag sprach zunächst kurz über vorhandene "Baustellen" wie Lehrerversorgung, Aufnahmeverfahren und Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe, um dann mit den Seminarteilnehmern in einen breiten Meinungsaustausch über die Veröffentlichung von Testergebnissen, über Anwendung von MODUS21-Maßnahmen oder auch über die Ausbildung von Lehramtsstudenten zu treten.
Der Vorsitzende des Arbeitskreises für Bildung, Jugend und Sport der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag sprach zunächst kurz über vorhandene "Baustellen" wie Lehrerversorgung, Aufnahmeverfahren und Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe, um dann mit den Seminarteilnehmern in einen breiten Meinungsaustausch über die Veröffentlichung von Testergebnissen, über Anwendung von MODUS21-Maßnahmen oder auch über die Ausbildung von Lehramtsstudenten zu treten.
Kamingespräch zu abendlicher Stunde
Weitere Informationen über das Lehrerseminar unter:
Bildung und Ausbildung - die Zukunft unserer Kinder
Am 17. Juli 2008 war der Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport im
Bayerischen Landtag, Prof. Dr. Gerhard Waschler, MdL zum dritten Mal Gast des Lehrerseminars.
So war es für den Vorsitzenden des Landtagsausschusse grundsätzlich wichtig, festzuhalten, dass eben Bildung und Ausbildung die wichtigsten Investitionen in deren Zukunft seien. Und Schulpolitik brauche Ruhe und Beständigkeit, aber auch den Mut, Reformen durchzusetzen, wenn veränderte Rahmenbedingungen das erfordern.
Erfolgsprojekte waren beispielsweise die Einführung der sechsstufigen Realschule, die M-Züge an den Hauptschulen, die Diagnose- und Förderklassen in der Förderschule und die Organisationsreform der Berufsschulen. Mit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums wurde der unbestrittenen Forderung nach Verkürzung der Schulzeit bis zur Hochschulzugangsberechtigung Rechnung getragen.
In der Schulpolitik setzen wir darauf, so Prof. Waschler, dass Schule fördern, aber auch fordern müsse. „Das hervorragende Abschneiden bayerischer Schüler in internationalen Leistungsstudien wie PISA und IGLU bestätigt uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden. Dieser Auftrag aus Art. 131 der Bayerischen Verfassung werde auch in Zukunft konsequent umgesetzt. So hat die Werteerziehung eine grundlegende Bedeutung, weil sie das Fundament für die Entwicklung der Persönlichkeit der Kinder legt, so der Mandatsträger.
Und Bayerns Schulen stehen nicht nur für hohe Qualität, meinte Prof. Waschler, sondern gewährleisten auch ein hohes Maß an Chancengerechtigkeit. Schülerinnen und Schüler bringen nicht zuletzt durch die Prägung aus ihrem Elternhaus verschiedene Anlagen, Begabungen und Interessen mit. Ziel der Schulpolitik ist es, jungen Menschen unabhängig von ihrem familiären und sozialen Hintergrund optimale Bildung und Ausbildung zu ermöglichen. Chancengerechtigkeit verstehe bayerische Bildungspolitik nicht als Gleichmacherei. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, das in ihnen angelegte Potential voll auszuschöpfen. Dementsprechend biete das gegliedertes Schulsystem ein passgenaues Angebote für alle. Die Entscheidung für einen Schulweg ist nicht endgültig, vielmehr ist das Schulsystem durchlässig und vom Grundsatz “kein Abschluss ohne Anschluss“ geprägt .
Zur Personalversorgung
Waschler informierte auch darüber, dass im kommenden Schuljahr 2008-2009 das Gymnasium 489 zusätzliche Lehrerstellen erhalte. Zusätzlich werde das Budget für Vertretungskräfte und pädagogisches Personal von durchschnittlich 15.000 auf 25.000 Euro aufgestockt. Mit diesem Konzept werde die fachliche Qualität des Gymnasiums gesichert und zugleich die pädagogische Qualität und Wirksamkeit der eingesetzten Stunden erhöht. Die Gymnasien sollen mehr Selbstständigkeit erhalten und die Schüler die Möglichkeit, mehr individuelle Förderangebote in Anspruch zu nehmen. In einer von Fach- und Sachkenntnis getragenen Aussprache wurde den Beteiligten deutlich, dass der Parlamentarier Waschler auch als Gymnasiallehrer für die Zukunft der Schulart mit Sorge trägt.
Weitere Informationen über das Lehrerseminar unter:
Text und Bild: OStD Edmund Speiseder, Seminarleiter
Wilfried Kohl, Schulentwicklungskoordinator