Bildung ist
die Zukunft unserer Kinder!
die Zukunft unserer Kinder!
Der Abgeordnete, Herr Walter Taubeneder, MdL, beim abendlichen Kamingespräch im Fürstensaal von Kloster Banz.
Im Rahmen des diesjährigen Frühjahres-Lehrerseminars referierte Water Taubeneder, Mitglied des Bayerischen Landtags, zum obigen Thema.
Es war für ihn grundsätzlich wichtig, festzuhalten, dass die Bildungs- und Hochschulpolitik nicht erst seit den jüngst stattgefundenen Bildungsstreiks im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stünden. Denn für ihn seien Bildung und Ausbildung die wichtigsten Investitionen in die Zukunft der Kinder und eines Landes. „Bildung hat in Bayern Vorrang!“ erklärte Taubeneder und sprach sich als Bildungspolitiker auch dafür aus, dass mehr Lehrer, kleinere Klassen, mehr Ganztagsangebote und eine intensive und individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes schrittweise realisiert werden müsse.
Dabei verwies der Abgeordnete auf eine Studie der Bertelsmann Stiftung, die herausarbeitete, dass man die Notwendigkeit bester Bildung für die Jugend schon deshalb geboten sei, da der Staat mangels gut ausgebildeter Menschen in Zukunft auf Wirtschaftswachstum verzichten müsse. Denn gute Bildung bringe Wachstum und durch unzureichende Bildung ließe sich auch das entgangene Wirtschaftswachstum berechnen, wie dies unlängst Dr. Jörg Dräger von der Bertelsmann Stiftung vorlegte. Taubeneder monierte aber, dass die Schulpolitik aber derzeit Ruhe brauche und den Mut, Reformen durchzusetzen, wenn veränderte Rahmenbedingungen das erfordern. Mit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums wurde der unbestrittenen Forderung nach Verkürzung der Schulzeit bis zur Hochschulzugangsberechtigung Rechnung getragen, wohl aber aus heutiger Sicht nicht in geeigneter Weise eingeführt, bekannte Taubeneder und mahnte aber auch an, dass die Erziehungsleistung der Lehrerschaft in der Öffentlichkeit zu wenig gewürdigt werde, ja eigentlich ihre wichtige Aufgabe, die sie für die Zukunft eines Landes erbringe, nicht hoch genug eingeschätzt werde.
Problematisch seien aber auch die Herausforderungen, die der demo-graphische Wandel mit sich bringe, denn dem Westen stehe jetzt bevor, was der Osten schon hinter sich habe, die schrumpfenden Schülerzahlen. So würden derzeit die Schülerzahlen in Franken und Teilen Niederbayerns um über 30 Prozent schrumpfen. Das Thema Migration spiele ebenso eine Rolle, so der Parlamentarier, denn über ein Drittel der Jüngsten habe heute einen Migrationshintergrund. Darüber hinaus klaffe der Sozial- und Bildungshintergrund der Eltern zunehmend auseinander.
Doppelter Abiturjahrgang
Bayern, so der Abgeordnete, sei auf die Herausforderungen des doppelten Abiturjahrgangs 2011 besser vorbereitet als andere Bundesländer. 38 000 weitere Studienplätze und 3000 weitere Professorenstellen, das seien Investitionen in Höhe von 4 Milliarden Euro in den kommenden Jahren. Diese wurden bereits von der früheren Staatsregierung unter Thomas Goppel und Günther Beckstein festgelegt und die amtierende Regierung setze diesen Kurs konsequent fort.
Der Bayerischen Mittelschule schrieb der Bildungspolitiker eine zukunftsweisende Rolle zu. Sie wird den jungen Menschen nicht nur eine vertiefte berufliche Ausrichtung in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Soziales sowie ein Ganztagsangebot bieten.
Und Bayerns Schulen stünden nicht nur für hohe Qualität, meinte Taubeneder, sondern gewährleisten auch ein hohes Maß an Chancengerechtigkeit. Schülerinnen und Schüler bringen nicht zuletzt durch die Prägung aus ihrem Elternhaus verschiedene Anlagen, Begabungen und Interessen mit. Ziel der Schulpolitik müsse es sein, jungen Menschen unabhängig von ihrem familiären und sozialen Hintergrund optimale Bildung und Ausbildung zu ermöglichen. Chancengerechtigkeit verstehe bayerische Bildungspolitik nicht als Gleichmacherei. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, das in ihnen angelegte Potenzial voll auszuschöpfen.
Dementsprechend biete das gegliederte Schulsystem ein passgenaues Angebote für alle.
Bericht und Foto: OStD E. Speiseder