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NiederbayernVeranstaltungen → Vortrag Prof. Dr. Dr. Spitzer
WIE LERNT DAS GEHIRN ?

Auf Vermittlung des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Niederbayern, Herrn OStD Klaus Drauschke, ist es der quin-akademie Deggendorf gelungen, den renommierten Hirnforscher Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer für einen Vortrag zu gewinnen.

In der vollbesetzten Aula des Deggendorfer Schulzentrums an der Egger Straße 30 sprach der Forscher am 24. Januar 2005 über das Thema Gehirnforschung und Lernen.

"Das Gehirn ist die Hardware, die sich anpasst an die Software, die auf ihr läuft."

Komplizierte und komplexe Vorgänge im menschlichen Gehirn so zu erklären, dass es selbst der medizinische Laie versteht, ist eine der Spezialitäten von Prof. Spitzer. Das Einzelne nützt dem Gehirn gar nichts. Das Gehirn merkt sich lediglich die Regeln, die hinter den Einzelheiten stecken. Entscheidend für Lernprozesse sind allein die Verbindungen zwischen den Nervenzellen, die sogenannten Synapsen, die sich im Gehirn verfestigen. Nur so entstehen die Spuren, die sich bei häufiger Wiederholung zu Wegen entwickeln und beim Denken benutzt werden. Diese Erkenntnis auf die Schule übertragen bedeutet, dass kurzfristiges Pauken von Detailwissen nichts bringt.

"Lernen fängt mit großen Schritten an, die immer kleiner werden."

Das Lernen begleiten positive wie negative Emotionen. Plakativ zeigte Prof. Spitzer auf, wie angstfreie, motivierende Lernsituationen effizientes Lernen ermöglichen und negative Emotionen Angst erzeugen und Kreativität verhindern.
Leider ist es aber so, dass die Lerngeschwindigkeit bereits ab dem Teenageralter wieder abnimmt. Für das ältere Publikum hatte der Forscher aber dann doch noch eine tröstliche Botschaft im Gepäck: "Ältere Menschen haben bereits viel gelernt und können dieses Wissen dazu einsetzen, um neues Wissen schnell zu integrieren."


Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer und MB Klaus Drauschke Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer und MB Klaus Drauschke



W. Kohl
MB-Mitarbeiter