Das bayerische Gymnasium befindet sich in diesem und im kommenden Schuljahr in der bildungspolitisch einmaligen Situation, zwei Oberstufensysteme in drei Jahrgangsstufen parallel zu führen; im Frühjahr bzw. Sommer 2011 werden somit zwei Jahrgänge, insgesamt rund 70.000 Schülerinnen und Schüler, die Abiturprüfung ablegen. Damit die Gymnasien diese organisatorische Herausforderung meistern können, wurden die Stundenbudgets für die Schulen substantiell erhöht.
Zur Bewältigung der durch den Doppeljahrgang bedingten Zahl der Studienanfänger im Jahre 2011 wurde der Termin der Abiturprüfung für das neunjährige Gymnasium um ca. sechs Wochen vorverlegt, so dass es den Schülerinnen und Schülern des letzten Jahrgangs des neunjährigen Gymnasiums ermöglicht wird, im Rahmen des vorhandenen Angebots an Studienplätzen auch schon zum Sommersemester 2011 ein Studium aufzunehmen. Entsprechend der verkürzten Unterrichtszeit wurden Anpassungen der Lehrpläne der Kollegstufe bzw. der Klausurenzahl notwendig.
Auch wenn es möglich ist, dass Schülerinnen und Schüler des letzten Jahrgangs des neunjährigen Gymnasiums bei Nichtbestehen des Abiturs in das achtjährige Gymnasium wechseln, soll dieser Wechsel möglichst vermieden werden. Deshalb gibt es die Möglichkeit, im Falle einer Nichtzulassung zur Abiturprüfung Minderleistungen durch Feststellungsprüfungen nachträglich zu verbessern. Zudem wird im September 2011 ausnahmsweise ein zentraler Abiturnachtermin angesetzt, damit die Schülerinnen und Schüler, welche die Abiturprüfung nicht bestanden haben, diese noch innerhalb des Kollegstufensystems wiederholen können.
Abiturprüfungen 2011
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