Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen geht davon aus, dass aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs 2011 die Bewerberzahl auf dem Ausbildungsstellenmarkt kurzfristig steigen wird. Dabei sind jedoch auch folgende Zusammenhänge zu berücksichtigen. Im langjährigen Mittel beginnen bundesweit ca. 13 % aller Hochschulzugangsberechtigten eine duale Ausbildung. Die bayerische Quote liegt niedriger. Im Jahr 2011 wäre ein zusätzlicher Bedarf von 6800 Ausbildungsplätzen im Vergleich zu 2006 durch den doppelten Abiturientenjahrgang zu erwarten. Bis 2011 gehen jedoch die Zahlen der Absolventen anderer Schularten, insbesondere der Hauptschule, zurück. 2011 werden an den Hauptschulen 13.800 und an den Realschulen 1.000 Absolventen weniger erwartet als 2006. Dies sollte zu einer Entlastung auf dem Ausbildungsstellenmarkt führen.
Die Bayerische Staatsregierung beobachtet fortlaufend die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt und reagiert darauf. Dabei ist sie in ständigem Kontakt mit den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern.

